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Uhren-Geschichte von 1920-1940
Der Armbanduhrenmarkt erfuhr in den 1920er Jahren einen enormen Aufschwung. War es zuvor noch manchem Hersteller schwer gefallen, seine Modelle zu vermarkten, fand er in den folgenden Jahren eine große Käuferschaft vor. Dieser Boom wurde von dem Nachkriegselend kaum behindert.
Zurückzuführen ist dieser Trend in weiten Teilen auf die Emanzipation der Frau, die nun anfing ihrerseits im Berufsleben außerhalb der eigenen vier Wände aktiv zu werden und bei dieser Gelegenheit eine Armbanduhr trug.
Die Lebensumstände hatte sich grundlegend geändert und damit ging auch eine Veränderung der Bedürfnisse der einzelnen Menschen einher. So benutzen viele die Armbanduhr als praktisches Werkzeug, von dem jederzeit die Uhrzeit abzulesen war, andere wiederum sahen in der Armbanduhr eher ein Statussymbol. Diesen unterschiedlichen Ansprüche, die an die Armbaduhr gestellt wurden, trugen die Hersteller in der Fertigung der unterschiedlichsten Modelle Rechnung.
Eine Besonderheit im Zusammenhang mit Damenarmbanduhren ist sicherlich, dass sich viele Uhrmacher zunächst Arbeiten oder Reparaturen an diesen feinen und zierlichen Gebilden nicht so recht zutrauten und so kam es immer wieder dazu, dass sich zahlreiche Uhrmacher weigerten beschädigte Damenuhren zur Reparatur anzunehmen.
In Deutschland wurde erst im Jahr 1929 die erste Damenarmbanduhr in die Liste der zugelassenen Meisterstücke aufgenommen!
