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Die Uhr im Mittelalter
Die Formen der Zeitmessung wurden im Laufe der Jahre immer weiterentwickelt. So wurden im Mittelalter etwas ab 900 n. Chr. neben den altbekannten Formen der Sonnenuhren und der Wasseruhren auch so genannte Kerzenuhren als eine Form der Zeitmessung verwendet. Diese Kerzenuhren bestanden aus Kerzen, die eine bestimme Form und Größe hatten und so in einer bekannten Zeitspanne abbrannten. Der Vorteil dieser Art der Zeitmessung im Mittelalter war, dass diese Uhr vollkommen tageslichtunabhängig war und eine sehr leichte Handhabung garantierte. Eine Weiterentwicklung dieser Kerzenuhren wurde vor allem von Mönchen in mittelalterlichen Klöstern genutzt. Beim Abbrennen lösten sich zu einem fest definierten Zeitpunkt in das Wachs der Kerze eingearbeitete Metallkugeln, die in einen Behälter oder eine Schale fielen und dabei ein Geräusch verursachten. So konnte das Erreichen einer bestimmten Uhrzeit oder z.B. der vollen Stunde durch ein akustisches Signal verdeutlicht werden.
Andere Formen der Zeitmessung im frühen Mittelalter, die aber nach einem ähnlichen Prinzip wie die Kerzenuhren funktionierten waren Öllampen oder Räucherstäbchen. Letztere wurden vor allem in China zur Zeitmessung verwendet.
Ab Ende des 13. Jahrhunderts konnten die Bewohner europäischer Städte die Uhrzeit auch von Uhren ablesen, die sich an Rathäusern oder größeren Kirchen befanden, ablesen.
Im späten Mittelalter verbreiteten sich langsam Tischuhren und Wanduhren, die sich aber vorwiegend im Besitz der Angehörigen der oberen Schicht befanden.
