- Geschichte der Uhr
- Uhren-Technik
- Typen von Armbanduhren
- Uhren-Hersteller
- A. Lange & Söhne
- Alpina
- Askania
- Audermars Piquet
- Bifora-Uhren
- Blancpain
- Breitling
- Breguet
- Bulova
- Cartier
- Casio
- Certina
- Charmex
- Chopard
- Chronoswiss
- Churpfälzische UhrenManufactur
- Davosa
- Dugena
- Durowe
- Eberhard
- EganaGoldpfeil
- Erwin Sattler
- ETA
- Eterna
- Festina
- Fortis
- Fossil
- Georges Ruedin
- Girard-Perregaux
- Glashütter Uhrenbetrieb
- Günter Blümlein
- Hanhart
- Holdermann & Sohn
- Ingersoll
- Junghans
- Kraft-Behrens
- Laco
- Lemania
- Longines
- Lutsch
- Manufactures des Montres
- Maurice Lacroix
- Mechanische Zeitinstrumente
- Molnija
- Mondaine
- Mühle Glashütte
- Nautische Instrumente
- Nomos
- Omega
- Orient Watch
- Panerei
- Patek Philippe
- Pobeda
- Poljot
- Richard Bethge
- Rolex
- Seiko
- Seikosha
- Sinn
- Slawa
- Storm
- TAG Heuer
- Three Stars
- Timex
- Tissot
- Titoni
- Tourist
- Ulysse Nardin
- Union Glashütte
- Urofa
- Vacheron Constantin
- Vulcain
- Waltham International
- Wempe Chronometerwerke
- Wostok
- Zenith
- Zeno-Watch
- Militäruhren
- Fliegeruhren
- Beobachtungsuhren
- Uhren-Berufe
- Glashütter Uhren
- Taschenuhren
Elegante Uhren von Cartier
1847 übernimmt Louis Francois Cartier von seinem Lehrmeister dessen Juweliergeschäft, das unter seiner Leitung schon bald floriert. Nach diversen Zwischenstationen, auf denen es stetig bergauf geht, ist er 1899 im mondänen Zentrum von Paris angelangt.
Als seine drei Söhne den Betrieb übernehmen, baut Louis den Pariser Standort weiter auf und aus, während die beiden anderen nach London und New York gehen. Bereits 1902 kann man die erste offizielle Niederlassung in London eröffnen und hat mit dem extravaganten Schmuck aus der Pariser Kollektion ungeahnten Erfolg. Geadelt wird man schließlich von Edward VII, der Cartier mit dem unvergessenen Prädikat "Juwelier der Könige, König der Juweliere" versieht.
Bis zu diesem zeitpunkt war man mit riesigem Erfolg dem Schmuck verschrieben. 1904 entwickelte man jedoch auf Drängen eines Freundes, der als Flieger eine "ablesefreundliche" Armbanduhr vermißte, mit der Entwicklung eines ersten Prototyps. Für Cartier selbstverständlich, daß man sich dazu der Dienste eines erfahrenen Uhrmachers versicherte. Dieser kurze Ausflug in die Uhrenbranche geriet fast wieder in Vergessenheit, zu vielfältig waren bereits die internationalen Erwartungen an den Schmuckhersteller Cartier. Erst 1912, als die prosperierende Uhrenbranche immer mehr Aufmerksamkeit auf sich zog, begann man wieder, in diese Richtung zu schauen. Natürlich mußte es aber, ganz gleich in welche Richtung man wollte, für das Haus Cartier etwas Besonderes und vor allem auch ästhetisch wertvolles sein. So kam "Les Pendules Mysterieuses" auf den Markt, eine Standuhr, bei der die Zeiger über dem Zifferblatt zu schweben schienen. Zwei Jahre später folgte man dem Trend und brachte auch eine Damenarmbanduhr heraus, die mit ihrem Leopardenfell-Look dem Ruf des extravaganten Hauses gerecht wurde. Die Uhren von Cartier waren seither noch nie reine Zeitmesser, sondern immer auch der Tradition verpflichtete Schmuckstücke.
Neben vielen Kultgegenständen im Bereich der Schmuck- und Lederwaren bis zum Feuerzeug (einem Kultklassiker der 70er und 80er Jahre) wurden Ende der 70er auch die neuen Uhrenkollektionen zu begehrten Stücken. Sie verbanden außergewöhnliches aber keineswegs abstraktes edles Design mit hoher Qualität und Perfektion. Ein eigener Stil im Uhrenbau entwickelte sich, teure Uhren von Cartier wurden zunehmend zum Statussymbol. Ob rund oder eckig, aus Gold oder Platin, oft verziert mit edlen Steinen, Cartier-Uhren wurden unverwechselbar. Ein Highlight darunter 2004 die Replik der ersten Uhr von 1904, imposant und robust mit überdimensionalem Gold- und Stahlblock.
