Informationen Uhrenhersteller: Junghans

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Informationen über Junghans-Uhren

Junghans ist aus der Uhrenwelt nicht wegzudenken. Der Hersteller von Uhren und Wehrtechnik aus Schramberg im Schwarzwald gehört zu den Namen der Branche. Die beiden genannten Produktionsbereiche sind mittlerweile getrennt. Der Bereich Uhren gehört zur EganaGoldpfeil Limited, der Wehrbereich zur Diehl-Gruppe.
Erhard Junghans gründete 1861 mit seinem Schwager Jakob Zeller-Tobler am heutigen Standort seine Uhrenfabrik, die zunächst Zulieferer von Einzelteilen für andere Hersteller war. Durch diese Spezialisierung erreichte man bald einen hohen Grad an Qualität und Präzision und dadurch schnell einen hohen Bekanntheitsgrad.
So begann man bereits 5 Jahre nach Gründung mit dem Bau eigener Uhren unter dem Namen Junghans, eigene Uhrmachermeister waren mit deren Konstruktion und Bau befaßt.
Keine zehn Jahre später verstarb Erhard Junghans und sein Sohn Arthur übernahm das erfolgreiche Unternehmen. Er hatte das Handwerk des Uhrmachers von der Pike auf gelernt und war von seinem vorausschauenden Vater auch in die neue Welt geschickt worden, wo er andere Fertigungmethoden kennenlernte und mit einer Vielzahl von Ideen zurückkam. Die rationellen Fertigungsmethoden der amerikanischen Uhrmacher hatten ihn nicht nur beeindruckt, sondern auch überzeugt. Unter seiner Leitung entstanden, nach der Jahrhundertwende, zahlreiche Maschinen und Verfahren, die die Produktion nicht nur rationalisierten, sondern zudem zu verbesserter Qualität führten. Er hatte gelernt, daß das eine das andere nicht ausschließen muß und war damit auf einem äußerst erfolgreichen Weg.
Anfang des neuen Jahrhunderts wurde Junghans mit seinen, aus den genannten Gründen sowohl technisch hochwertigen aber dennoch erschwinglichen, Uhren zur größten Uhrenfabrik der Welt.
1920 übernahmen die Söhne des verstorbenen Arthur Junghans, Oscar und Erwin, dessen Erbe und die nicht eben leichte Hypothek des Erreichten. Aber mit dem Gespür für Entwicklungen verpasste man nicht, wie viele andere, den Siegeszug der Armbanduhren, die rasch die Taschenuhren ablösten. Auch den Zweiten Weltkrieg verdaute man trotz Demontage der Fabrikanlagen schnell und entwickelte bereits 1946 das erste, legendäre Armband-Chronograph-Werk "J88". Die Tradition des großen Namens Junghans war nicht vergessen, der Wiederaufbau konnte beginnen.
Ender der 50er, Anfang der 60er Jahre gab es dann bei Junghans einen Quantensprung in Bezug auf das Design der Uhren. Das berühmte, bis heute erfolgreiche, schlichte und damit zeitlose Design geht zurück auf die Kreativität des Bauhaus-Schülers Max Bill.
Nur wenige jahre später bewies man seine Innovationskraft mit der ersten Quartz-Großuhr Deurtschlands sowie der ersten Quartzarmbanduhr. Durch die unbestrittene Position als Hersteller ungemein präziser Zeitmeßgeräte konnte Junghans 1972 seine Bekanntheit als offizieller Zeitnehmer der Olympischen Spiele weiter ausbauen.
1985 gelang es der Firma nochmals, die Uhrenwelt zu verblüffen und zu revolutionieren. Die erste Funktischuhr war entwickelt, ihr folgte fünf Jahre darauf das Armbanduhr-Modell, beide mit etwas Verzögerung teilweise dann auch als Solaruhr.
Damit gehört Junghans in allen Bereichen des Uhrmacherhandwerks zu den führenden Adressen.