Informationen Uhrenhersteller: Panerai

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Uhren von Panerei

Die Firma Panerai geht zurück auf den Gründer Giovanni Panerai, der 1860 auf der Ponte alle Grazie in Florenz den ersten Uhrenladen eröffnete. Seine guten Kontakte zu bekannten Schweizer Uhrenherstellern ebneten seinen Weg. Sein Sohn Leon Francesco folgte ihm nach und auch der Enkel Guido Panerai trat 1890 in die Fußstapfen des Großvaters.
Guido ging neue Wege, spezialisierte sich auf hohe mechanische Präzision und schaffte es damit, zum offiziellen Lieferanten der italienischen Marine zu werden. Zehn Jahre später wurde man auch zum Lieferanten optischer und mechanischer Instrumente für das Verteidigungsministerium. Zu dieser Zeit hatte man das neue und auch noch heutige Domizil auf der Piazza San Giovanni bezogen, wo die alte Inschrift "Orologeria Svizzera" nach wie vor an die Ursprünge und die enge Beziehung zu den Schweizer Uhren erinnert.
1910 begannen die ersten Experimente mit der später als "Radiomir" bekannten Leuchtmasse, die eine gute Ablesbarkeit der Uhren auch unter schlechten Lichtverhältnissen, so auch unter Wasser, garantierte. Erneut war natürlich die italienische Marine während des Ersten Weltkrieges zufriedener Abnehmer.
Guidos Kinder, Giuseppe und Maria, setzten ab 1934 den eingeschlagenen Weg fort, wobei Maria sich um das Ladengeschäft kümmerte, während Giuseppe den ständigen Kontakt mit der Marine hielt und für diese neben den bekannten und ständig verbesserten Uhren auch Armkompasse, Taschenlampen und andere Unterwasserinstrumente liefern konnte. 1936 bat man ihn seitens der Marine, die mit der bestehenden Ausstattung anderer Lieferanten unzufrieden war, eine Uhr zu entwickeln, die den extremen Bedingungen unter Wasser gewachsen war. Diese Vorgabe konnte er auch dank der von seinem Vorfahren entwickelten und von ihm verbesserten Radiomir- und Luminortechnik zur vollsten Zufriedenheit erfüllen. Seine ohnehin starke Position bei der Marine konnte er immer wieder durch innovative Verbesserungen der Uhren und der Ausstattung (besondere Größen, spezielle Armbänder etc.) festigen.
1943 erreichten die Radiomir-Uhren problemlos eine Wassertiefe von 200 Metern, für diese Zeit äußerst bemerkenswert. Mehrere Patente konnten angemeldet werden, und Mitte der fünfziger Jahre wurden auch die Marinen anderer Länder, speziell im Südeuropäischen Raum oder etwa Ägypten aufmerksam.
Nachdem Giuseppe Panerai 1972 verstorben war, ging der Betrieb auf den Ingenieur Dino Zei über und firmierte fortan unter Officine Panerai s.r.l.. Die enge Zusammenarbeit mit der italienischen Marine setzte sich aber aufgrund der kontinuierlichen Fortsetzung der Firmanstrategie unvermindert fort. 1980 entwickelte man eine Uhr, die dem Druck von 1000 Metern Tiefe standhalten konnte. 1993 begann man schließlich, die mittlerweile berühmten Luminor-Uhren auch für den privaten Markt zu produzieren. Bekanntester Träger wurde ein Bewunderer dieser Uhren, dem eine eigene Serie gewidmet wurde, Sylvester Stallone.
1997 übernahm die Vendôme Group, heute RICHEMONT die Officine Panerai, investierte in neueste Technik und konnte so die Qualität noch steigern. Immer noch offizieller Uhrenlieferant der italienischen Marine ging man mit dieser Empfehlung auch agressiver in die internationalen Märkte.
Die Erfahrung auf dem Sektor der Taucheruhren führte zu immer ausgefeilteren Modellen, die die Position der Firma auf diesem Sektor ständig festigte.
Die Boutique in Florenz wurde zum Treffpunkt begeisterter Uhrenliebhaber und -sammler, Anfang des neuen Jahrtausends eröffnete man den ersten Laden in Asien, in Hong Kong und verlegte die Produktions- und Entwicklungsabteilung nach Neuchâtel. Die Entwicklung neuer Uhrwerke oder Uhren kann manchmal Jahre dauern, aber dann kommen auch wirklich ausgefeilte Modelle mit innovativen Ideen auf den Markt. Neben der Panerai-Linie gibt es so mittlerweile eine Ferrari-Kollektion, robust, technisch hochstehend und mit großem ästhetischem Anspruch.
Die nimmermüden Anstrengungen und Ideen werden Panerai auch in eine sichere Zukunft führen.