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Die Uhrenmarke Tissot
Die Schweizer Uhrenmarke Tissot hat eine ebenso bewegte wie schwierige Vergangenheit.
In Le Locle im Kanton Neuenburg, wo die Firma heute noch ansässig ist, begannen bereits im Jahre 1853 Charles Félicien Tissot und sein Sohn Charles-Emile mit der Herstellung von Taschenuhren, die sie aus fremden Teilen produzierten.
Der Sohn war bald für den Verkauf zuständig und bereiste auch fernere Länder wie Rußland oder Amerika, um die gefertigten Produkte anzubieten.
1883 übernahm sein Sohn Charles das Unternehmen und setzte die erfolgreichen Reisen seines Vaters fort.
Die nächste Generation in der Unternehmensführung, Paul Tissot, begann dann 1915 auch mit der Produktion von Armbanduhren und der Erfolg ermöglichte dem Unternehmen dann schließlich 1920 den Bau eigener Werke, in denen man nun auch alles in eigener Regie herstellen konnte.
Bereits neun Jahre später fusionierte man mit dem Uhrenhersteller Omega, teilte sich den Markt in Luxusuhren, die von Omega produziert wurden und Uhren mittlerer Preisklasse in der Zuständigkeit von Tissot. Dazu wurden auch wieder verstärkt Werke anderer Zulieferer verwendet. 1957 wurde ein neues Fabrikationsgebäude errichtet.
Fast 20 Jahre später jedoch kam die Krise der Schweizer Uhrenindustrie, von der auch Tissot nicht verschont blieb. Die aufkommende Konkurrenz aus Fernost, die Ölkrise und das "Verschlafen" der Quarztechnik führten zur Schließung zweier Werke, eigene Uhrwerke wurden gar nicht mehr produziert.
Anfang der 80er Jahre schien das Ende dann unausweichlich. Daß der Name Tissot dennoch weiterbestand, war schließlich das Aufgehen in der 1986 neu gegründeten Swatch-Gruppe, die der Schweizer Uhrmachergilde allgemein nach umfassenden organisatorischen Verbesserungen wieder die Märkte öffnete und neue Abnehmergruppen erschloss.
