Informationen Uhrenhersteller: Ulysse Nardin

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Exklusive Uhrenmarke: Ulysse Nardin

Ulysee-Nardin-Uhren gehören zum exclusivsten, was der Uhrenmarkt zu bieten hat.
Der 1823 im schweizerischen Le Locle geborene Ulysee Nardin lernte sein Handwerk, nach kurzer Lehrzeit bei seinem Vater, bei dem berühmten William Dubois, der zu damaliger Zeit als einer der führenden Uhrmacher im Bereich der Präzisionswerke galt.
1846 wurde dann die eigene Firma gegründet, die in ihrer Anfangszeit fast ausschließlich nach Zentral- und Südamerika exportierte.
Aufgrund der außergewöhnlichen Qualität und indem man sich immer wieder die Dienste hervorragender Uhrmacher sicherte, konnte der amerikanische Markt mit technisch aufwendigen Taschenuhren über Jahrzehnte stabilisiert werden.
Den internationalen Durchbruch als einer der führenden Hersteller von Taschenuhren schaffte man 1862 in London, wo man die höchste Auszeichnung im Bereich der komplizierten Taschenuhren verliehen bekam.
Nach dem Tod von Ulysee Nardin übernahm sein Sohn Paul-David 1876 erst 21jährig die Firma und machte bereits zwei Jahre später mit einer Goldmedaille in Paris für seine Taschen- und Marineuhren auf sich aufmerksam. Die Uhren wurden ständig weiterentwickelt, weitere hohe Auszeichnungen und mehrere Patente folgten.
Neben auch in der Ausstattung immer hochwertigeren Uhren mit edlen Metallen wurden zunehmend Uhren für die Marine entwickelt und bereits Anfang des 20. Jahrhunderts konnte man große Verkaufserfolge erzielen. Sowohl die russische als auch die japanische Admiralität orderten die verläßlichen Uhren, Japan wurde schnell zu einem der Hauptabnehmer.
In der Folge wurde man mit Auszeichnungen überhäuft, sei es in Mailand, Washington, Tokio oder Buenos-Aires. Der Ruhm wuchs unaufhörlich, die Uhren wurden immer perfekter und auch in der Ausstattung noch aufwendiger. Ein kleineres, technisch richtungsweisendes Uhrwerk ermöglichte dessen Einbau sowohl in Taschen- als auch in Armbanduhren.
Dies alles wohlgemerkt in einer Zeit, da in Europa noch der Erste Weltkrieg tobte. Die Schweizer Uhrenindustrie profitierte allerdings von diesem Ereignis, denn man konnte in der Uhrenentwicklung einen großen Vorsprung herausarbeiten.
Bei Uhrenwettbewerben, speziell erneut im Marinebereich, räumte man mittlerweile nicht mehr nur erste Preise ein, sondern konnte z.B. beim US-Naval-Observatory-Wettbewerb gleich die ersten drei Plätze belegen, acht Uhren waren unter den ersten vierzehn. Die ersten Preise in Tokio oder Neuchatel waren abonniert.Mitte der dreißiger Jahre stieß man in den Bereich der Sportuhren mit Stopfunktion vor, mit ebensolchem Erfolg bei entsprechenden Wettbewerben. 1939 kamen erste Preise in Barcelona, Zürich und New York hinzu.
Mit dieser Qualität konnte man die folgenden, schwierigen Zeiten problemlos überstehen. An die Erfolge konnte man immer wieder anknüpfen. Die Zahl der Ehrungen und Preise etwa in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts sind nicht mehr aufzuzählen, sie gehen in die Hunderte.

Die Übernahme der Firma durch ein Konsortium unter der Führung von Rolf W. Schnyder 1983 brachte keinen Bruch im Erfolg, da man die Firmenlinie kontinuierlich fortzusetzen wußte, und neben der immer edleren Ausstattung auch die Technik nie vernachlässigte.
Bis zum heutigen Tage ist man auf ungewöhnliche Erfolge abonniert, auch hier setzt sich die Tradition fort. Immer wieder sind die Ulysee-Nardin-Uhren im Olymp der Uhren vertreten.