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Uhren-Hersteller Zeno
Zeno-Watch fertigt in Basel nach alter Manufakturentradition seine Uhren von Hand. Dabei hat man sich auf mechanische Fliegeruhren und übergrosse Armbanduhren spezialisiert.
Gegründet wurde die Manufaktur 1868 von Jules Godat, der sich als Uhrmacher in La Chaux-de-Fonds selbständig machte. In seiner kleinen Werkstatt fertigte er anfangs in erster Linie grosse silberne Taschenuhren für Eisenbahner. Als sich etliche Jahre später ein bescheidener Erfolg einstellte, wurde die Werkstatt 1900 erweitert und elektrifiziert.
1920 wurde die Firma dann von André-Charles Eigeldinger übernommen, der einen Richtungswechsel hin zu Beobachtungsuhren für das Militär und Taschenuhren vollzog. Er war es, der 1922 den Namen Zeno für seine Marke schützen ließ.
Zwischen den beiden Weltkriegen war er aufmerksam genug, den wachsenden Markt für Armbanduhren zu erkennen. Die Produktion wurde erneut umgestellt. Weitere Neuerungen wie eine integrierte Stopfunktion ließen ihn seine Position auf dem Markt behaupten. Mit dem Umzug nach Biel hatte man zwar seine endgültige Heimat noch nicht gefunden, aber dort entwickelte man eine neue Linie, für die es Bedarf gab: mechanische Fliegeruhren.
Erst 1964 zog man dann, unter der neuen Leitung von Felix W. Huber, nach Basel. Hier ging die Firma wiederum neue Wege, neben technischem Fortschritt wurde auch vermehrt auf Design geachtet. So entstand die erste Vakuum-Taucheruhr mit dem Namen "Compressor" oder die Aufsehen errregende, futuristisch gestylte, Spaceman-Kollektion.
Nach der Übernahme diverser anderer Schweizer Uhrenfabrikanten war es bald nicht mehr einfach, für die Fertigung in Basel genügend ausgebildetes Personal zu bekommen. So geht man den modernen Weg des Outsourcing, läßt bestimmte Kollektionen in anderen Ateliers fertigen. Mittlerweile werden die Taschenuhren im Tessin, die Quarzuhren in Neuenburg gefertigt.
Durch kluge und vorausschauende Firmen- und Einkaufspolitik ist es Zeno bis heute gelungen, eigenständig und unabhängig zu bleiben.
