Heute sind Taschenuhren weitgehend aus der Mode gekommen und durch Armbanduhren ersetzt worden. Taschenuhren sind heute in vielen Fällen Erbstücke, die schon seit mehreren Generationen innerhalb einer Familie weitergegeben werden. Eine Taschenuhr ist eine kleinformatige Uhr, die meist an einer Kette befestigt ist, sodass sie in der Hosen- oder Jackentasche getragen werden kann. Die Kette fungiert als eine Art „Sicherheitsleine“, die verhindern soll, dass die Uhr unbemerkt aus der Tasche fällt. Die ersten Taschenuhren entstanden gegen Ende des 15. Jahrhunderts waren aber noch recht ungenau, weil sie den Stößen und Erschütterungen beim Tragen nicht gewachsne waren. Die Zuverlässigkeit der Taschenuhren konnte erst im 17. Jahrhundert durch die Erfindung der Unruh mit Spiralfeder durch Christiaan Huygens gesteigert werden. Im Laufe der Jahre wurden die verschiedensten Taschenuhrenmodelle hergestellt, zum Teil mit reichen Verzierungen oder einem Kalendarium, es gab auch Taschenchronometer, Taschenuhren mit Schlagwerk und Taschenuhren mit Kompass um nur einige Beispiele zu nennen.
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